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Ehemalige

„Eben noch die Kurve gekriegt und nun auf der Überholspur“

Zwei Klassen wiederholt, dann doch nicht geschafft. Robin Bader erreichte gerade eben so seinen Realschulabschluss und verließ vorzeitig das Gymnasium ... völlig orientierungslos. Den Qualifikationsvermerk nur aufgrund einer nicht gewarnten 5 erhalten. „Gelernt habe ich eigentlich gar nicht; das gab auch alles gar keinen Sinn; in Matheklausuren habe ich lieber Graffitis gezeichnet. Ich wollte später irgendetwas machen, wo ich Auto fahren kann“, so Robin über seine erste Schulzeit. Für eine Ausbildung - egal in welchem Bereich - reichte es nicht. Lediglich Regale auffüllen im Supermarkt bot sich ihm aushilfsweise. Alles schien wie eine Sackgasse.

Sinn in der Sache, die man macht!

Aufgrund der Alternativlosigkeit absolvierte er dann ein Freiwilliges Soziales Jahr. Durch den Einblick in den sozialen bzw. medizinischen Bereich entdeckte er etwas, das er zuvor nicht kannte: „Sinn in der Sache, die man macht.“ Aber nicht nur, dass er Motivation und Spaß an der Arbeit fand, es reichte ihm nicht anderen zuzuarbeiten. „Etwas großes im medizinischen Bereich schaffen, idealerweise als Arzt“, das war nun sein Ziel. Doch wie dorthin kommen, wo langfahren? Die Ausbildung zum Rettungsassistenten schien für ihn ein sinnvoller Anfang zu sein. Leider verfolgten ihn immer noch seine Noten von früher. Kein Arbeitgeber gab ihm eine Chance. Wieder in eine Sackgasse gefahren?  

Keine Zeit verlieren

Nein, er entschloss sich über die holprigen Steine weiterzufahren und finanzierte die Ausbildung zum Rettungsassistenten selbst; ein Jahr Schule, ein Jahr Praktikum. Dieses Ausbildungskonzept kostete Geld, vor allem Energie, aber es sparte ihm ein Jahr gegenüber einer normalen dreijährigen Ausbildung. Auch nach dieser Ausbildung verschenkte er keine Zeit und beschleunigte, denn einen Schlenker musste er schnell noch machen auf der Fahrt zum Medizinstudium: das Abitur. „Ich wollte nicht die Zeit am Westfalen-Kolleg als Selbstfindungsphase nutzen, so wie einige meiner Klassenkameraden; ich wusste was ich will und habe meine zweite Schulzeit nur als Mittel zum Zweck gesehen“, so Robin. Die direkte  Einstufung ins zweite Semester - aufgrund sehr guter Ergebnisse im Einstufungstest - kam gelegen. „Als ich von der Schulleitung die Info der Höherstufung bekam, habe ich auf dem Nachhauseweg geweint (...)  endlich öffneten sich auch mal Türen für mich.“

Türen nun selber öffnen

So kam er direkt auf den Autobahnzubringer, denn es war durch die Höherstufung nur noch ein statt zwei Semester bis zur Qualifikationsphase, wo er dann so richtig Gas geben konnte. Und das tat er dann. Auf dem Weg nahm er über die Studierendenakademie ProMINat ein Forschungspraktikum in Jülich im Bereich der neurowissenschaftlichen bildgebenden Verfahren mit, war Gast-Hörer der Uni-Bochum und lies sich als Erste-Hilfe-Trainer ausbilden, um an den Wochenenden nicht nur als Rettungsassistent sondern auch als Erste-Hilfe-Trainer zu arbeiten. Und ehe er sich versah, stand er nach zweieinhalb Jahren am Tag der Zeugnisvergabe auf der Bühne und wurde mit der Traumnnote 1,1 als Jahrgangsbester geehrt. Robins Aufholjagd war in vollem Gange und man kann sagen, dass er es verstanden hatte, selbst die Türen für seine Zukunft zu öffnen.     

Nun der Blick in den Rückspiegel aus seiner Perspektive: „...Abitur; aus dem Lateinischen übersetzt heißt das davongehen bzw. abgehen werden. Ich gehe zwar, aber eigentlich geht man nie ganz. Die Zeit am Westfalen-Kolleg und die Erlebnisse dort bleiben immer in einem drin; insbesondere die Lehrer, die so anders waren als früher, eher wie Arbeitskollegen, die einem bei einem Projekt helfen, oder als Beifahrer, die einem den Weg zeigen, fahren muss man allerdings selbst...”.

 

„Fällt man hin, muss man wieder aufstehen“ - Zweifacher Deutscher Meister im Bowl-Skateboarden holt Abitur nach

Björn KlotzSo banal das Zitat auch klingen mag, für Björn Klotz erwies es sich im Hinblick auf sein Hobby und seine zweite Schulzeit als erfolgreicher Leitspruch.
Man könnte sagen, dass Björn zunächst sein Hobby zum Beruf gemacht hat: Mit 13 Jahren fing er das Skateboarden an und machte sich schnell einen Namen in der Skatebaord-Community. Über seine Kontakte erhielt er schließlich auch eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann. Sein damaliger Plan für die Zukunft: Hinter der Theke stehen und Skateboards verkaufen; „das ist schon okay“, dachte Björn damals. So arbeitete er insgesamt sechs Jahre in einem angesagten Skateboardladen in Oberhausen. In seiner Freizeit gab es für ihn nur ein Thema: Skateboard fahren und besser werden. Er wurde besser: zweimaliger Deutscher Meister im Bowl-Skateboarden. Er reiste viel, hauptsächlich ins europäische Ausland, um an Turnieren und Events rund um sein Hobby teilzunehmen. Sponsoren wurden auf ihn aufmerksam und haben ihn - bis heute - unter Vertrag genommen.
Doch im Laufe der Zeit kam Björn an einen Punkt, an dem er innehielt: „Stopp. Soll es so für mich tatsächlich weitergehen? Ist es richtig und wichtig, was ich hier tue?“ In Verbindung mit seinem doch eher tristen Arbeitsalltag hinter der Ladentheke entschloss er sich, seine berufliche Zukunft neu zu überdenken. Freunde machten ihn auf den Zweiten Bildungsweg aufmerksam. Das Fachabitur hatte er bereits. So reichte er kurzerhand seine Bewerbung am Westfalen-Kolleg ein, um das Abitur nachzuholen und um damit seine zweite Chance zu nutzen. Ehe er sich versah, drückte er wieder die Schulbank, was zunächst schwer fiel und befremdlich war: „Das Schreiben, aktive Lesen und selbständige Erarbeiten unterschiedlichster Themen war ich nicht mehr gewohnt“, erklärte Björn, der sich jedoch nach diesen Anfangsproblemen im Schulleben und in der Schulgemeinschaft zurechtfand. In seinem neuen Umfeld entdeckte er ziemlich schnell einige Parallelen zum Skateboarden. Man kann auch hier stürzen. Ein „Sturz“ in Form einer schlechten Klausur war für Björn aber kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken oder gar aufzuhören. Man müsse nur wieder aufstehen und alles tun, um weiterzukommen, so Björn. Dies tat er. So wie er früher einen schwierigen Trick nach langem Training meistern konnte, so überwand Björn auch für ihn scheinbar unüberwindbare Hürden im schulischen Kontext (z. B. im Fach Mathematik). Seine Fähigkeiten, die eigenen Stärken und Schwächen realistisch einschätzen zu können, daran zu arbeiten, um auch Erfolge bei den nächsten, schwierigeren „Tricks“ zu erzielen, halfen Björn in seiner zweiten Schulzeit ungemein.
Rückblickend betrachtet habe die zweite Schulzeit allerdings keine neuen Interessen oder eine grundlegend neue Leidenschaft geweckt, so Björn. Das Westfalen-Kolleg half ihm aber, schon vorhandene, sozusagen „alte“ Interessen von einer anderen Perspektive aus wiederzuentdecken und zu schärfen.
Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien oder auch Familien mit behinderten Kindern zu begleiten und zu betreuen, darin sieht Björn mittlerweile die richtige und sinnvolle Art von Hilfe, und nicht darin, Menschen zu helfen, das richtige Skateboard zu kaufen. Diese Erkenntnis wurde ihm im Laufe seiner Zeit am Westfalen-Kolleg immer deutlicher. So betreute er im Rahmen des Projektkurses Balu und Du ein Jahr lang einen Jungen aus sozial schwachen Verhältnissen. Neben diesen Erfahrungen weitete Björn sein soziales Engagement weiter aus. Im Rahmen des Familienunterstützenden Dienstes (FUD) bei der Lebenshilfe Dortmund betreute er zwei an Autismus erkrankte Personen. Auch im Bereich der Skateboardszene engagierte er sich in sozialer Hinsicht weiter. Er leitete diverse Male sogenannte Skatecolleges, welche Kindern und Jugendlichen in den Schulferien eine Freizeitperspektive bieten und bei Ihnen Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Toleranz und Verantwortungsbewusstsein anbahnen.
All die auf erzieherisches Handeln ausgelegten Erfahrungen, die Björn insbesondere mit theoretischem Wissen aus seinem Leistungskurs Erziehungswissenschaften zu reflektieren gelernt hat, nährten in ihm den Wunsch, im Bereich der Sportpädagogik seine berufliche Zukunft weiterzuentwickeln. Björn ist sich aber sicher: Auch im anstehenden Studium, welches er am liebsten berufsbegleitend absolvieren möchte, wird es Situationen geben, in denen er stürzt. Seine Reaktion wird vermutlich sein: aufstehen und weitermachen.
 
 

„Machbar ist alles, aber für vieles braucht man Unterstützung“

Lilith Beckmann mit Tochter Lea und Sohn IlljaDiese Unterstützung habe sie von allen Seiten während ihrer zweiten Schulzeit am Westfalen-Kolleg erhalten, so Lilith Beckmann, als Sie vor kurzem ihr Abiturzeugnis überreicht bekommen hat. Doch der Reihe nach: Nachdem Sie den schulischen Teil der Fachhochschulreife bereits erworben hatte, absolvierte sie zunächst eine Ausbildung als Krankenpflegerin und arbeitete daraufhin in der Schwerstbehindertenbetreuung. Die Arbeit erfüllte sie, jedoch merkte sie auch, dass dies noch nicht das Ende ihrer beruflichen Laufbahn sein kann. Auch das Selbstverständnis und Verhalten einiger ihr übergeordneter Personen in ihrem damaligen Arbeitsumfeld ließen in ihr noch mehr den Wunsch reifen, selbst im Pflegebereich Führung und eine größere Verantwortung übernehmen zu wollen. So entschloss sie sich, das Abitur nachzuholen, mit dem Ziel, Medizin zu studieren.
Die Frage „Wo das Abi nachholen?“ war für sie relativ schnell beantwortet. Ihr Vater hatte bereits 1986 das Abitur am Westfalen-Kolleg Dortmund nachgeholt, ebenso einige Bekannte der Familie Beckmann aus der direkten Nachbarschaft. Wenngleich das Westfalen-Kolleg zur damaligen Zeit anders war, so Lilith aus den Erzählungen ihres Vaters, haben sich wohl einige Dinge rückblickend nicht verändert: Toleranz, Offenheit und Hilfsbereitschaft als leitende Prinzipien, die den „Geist des Kollegs“ ausmachen.
Überzeugt, die richtige Schule des Zweiten Bildungsweges gewählt zu haben, erfuhr Lilith auch mehrmals selbst diese gelebten Prinzipien im Umgang miteinander: Nach der Geburt ihres zweiten Kindes (Tochter Lea, mittlerweile 8 Monate; Sohn Illja, 6 Jahre) begegnete die Schulgemeinschaft der alleinerziehenden Mutter durchweg positiv, als sie ihr Baby aufgrund fehlender Betreuungsmöglichkeiten zur Schule bzw. in den Unterricht mitnahm. Für Lilith war dies zunächst eine unangenehme Situation; sie wollte eigentlich so wenig wie möglich auffallen und ihre Mitstudierenden, die Lehrer bzw. allgemein den Unterricht in keinster Weise stören. Doch jeder hatte Verständnis für ihre Situation und der Unterricht lief letztlich mit der kleinen Lea genauso zielgerichtet und erfolgreich wie zuvor ab. Genauso problemlos verhielt es sich, als infolge von Kita-Streik und fehlendem OGS-Platz Sohn Illja einige Male zur Schule mitkam.
Die ihr entgegengebrachte Hilfsbereitschaft nahm ihr insbesondere die Angst vor der enormen Doppelbelastung: alleinerziehende Mutter zweier Kinder einerseits und andererseits Schülerin, die Hausaufgaben, Klausuren, Referate und sonstige Leistungen zu absolvieren hatte. Zeit für sich selbst? Keine. Schlaf? Zu wenig. Pausieren war für sie jedoch zu keinem Zeitpunkt eine Option. Je näher das Abitur rückte, desto entschlossener arbeitete Sie auf dieses Ziel hin, und das ging erstaunlich gut, so Lilith. Für die langen Leistungskursklausuren half dann Liliths Mutter bei der Betreuung der kleinen Lea. Auch Sie ist mit dem Westfalen-Kolleg eng verbunden. Als Mitglied des Quartiersmanagements des Unionviertels, in dem sich das Kolleg befindet, entstanden im Laufe der Jahre gemeinsame Projekte, die der Entfaltung des Unionviertels als lebenswerter Stadtraum dienen.
Für die erfahrene Unterstützung ist Lilith ihrer Familie, ihren Studienleitern und Fachlehrern am Kolleg sowie ihren Mitstudierenden, die mittlerweile echte Freunde geworden sind, ganz besonders dankbar.

 

Vom Fallschirmjäger in die Forscherlaufbahn

Dominic Richard GrünerDominic Richard Grüner hat in seiner „ersten Schulzeit“ ein Gymnasium besucht, dieses aber nach der 12. Klasse verlassen. Eine der größten Hürden damals: die Mathematik. Der Schule den Rücken gekehrt überlegte Dominic, in welchem Bereich er seine berufliche Zukunft sieht. Die Bundeswehr erschien ihm schon immer sehr attraktiv, so dass er sich nach dem damals obligatorischen Wehrdienst für 12 Jahre verpflichten ließ. Doch welche Perspektive könne ihm die Bundeswehr geben? Nach Auslandseinsätzen (z. B. Kosovo 2008/2009) verschlug es ihn letztlich in die Nähe von Hamburg, wo er zuletzt als Ausbilder der dort stationierten Fallschirmjäger der Bundeswehr tätig war. Zufrieden mit dieser Situation fehlte ihm jedoch die weitere Perspektive: „Berufssoldat werden“ sei momentan schwierig, so der Oberfeldwebel.
Über seinen Freundeskreis hat er dann von der Möglichkeit erfahren, sein Abitur am Westfalen-Kolleg Dortmund nachzuholen. Das Fachabitur kann man auch bei der Bundeswehr nachholen, das Vollabitur hingegen nicht. Aber genau das war es, was Dominic wollte. Nach diversen Anträgen wurde ihm schließlich bei der Bundeswehr grünes Licht gegeben: Er bleibt weiterhin Soldat, ist aber für die Dauer der Schulzeit vom Dienst befreit. Nach erfolgreicher Bewerbung am Westfalen-Kolleg war Dominic somit Soldat und Schüler gleichzeitig.

Zu seiner ursprünglich größten Hürde, der Mathematik: in der zentralen Abiturprüfung Mathematik erreichte er die Maximalpunktzahl, wurde für besondere Leistungen in Mathematik und Physik geehrt, erzielte darüber hinaus sehr gute Ergebnisse in dem bereits an der TU Dortmund - im Rahmen der Schüleruni - belegtem Seminar zum Thema „Physik, Rüstung und Abrüstung“ und nahm an Vorlesungen zur höheren Mathematik erfolgreich teil. Mehr muss zu seiner ehemals größten Hürde wohl nicht erwähnt werden.
Für die erfolgreiche Auseinandersetzung mit den Naturwissenschaften und deren Sprache sowie die Entdeckung einer diesbezüglichen Leidenschaft trugen auch die Lehrkräfte des Westfalen-Kollegs einen entscheidenden Beitrag bei, so Dominic. Einerseits die selbstständige intensive Beschäftigung mit dem Fach und andererseits die erlebte Unterstützung und Förderung durch die Lehrkräfte sind für Dominic zwei zentrale Bausteine der letzten zwei Jahre gewesen.
Seine weiteren Pläne: Physik-Studium ab dem Wintersemester 2016 an der TU Dortmund und danach in die Forschung, am liebsten wieder nach Jülich zum Institut für Energie - und Klimaforschung (IEK). Im Rahmen der Studierendenakademie ProMINat konnte Dominic dort bereits erste Einblicke in die Welt der Forschung erlangen. Vor seinem Studium wird er sogar noch einmal die Gelegenheit haben, in diese Welt abzutauchen und aktiv mitzuarbeiten: Das IEK bot ihm ein zweimonatiges Praktikum an, welches er im Sommer 2016 absolvieren wird. Rechtzeitig zum Beginn der Studienvorkurse der TU Dortmund möchte er dann allerdings wieder hier sein, um sich durch die Teilnahme daran perfekt auf das Studium vorbereiten zu können. Perfekte Vorbereitung, Disziplin und Selbstständigkeit, dies sind für ihn entscheidende Erfolgsfaktoren. Sein Abschluss als Jahrgangsbester mit der Traumnote 1,0 gibt ihm hier sicherlich recht und lässt ihn mit voller Zuversicht auf die Zukunft blicken.

 

Alles ist möglich: Traumnote 1,0

erfolgsstorylenaLena Übergünne ist im Gegensatz zu vielen anderen immer gerne zur Schule gegangen, durch ihre Erkrankung wurde sie aber im Laufe der Jahre immer stärker eingeschränkt, so dass sie die Schule mit dem „schulischen Teil der Fachhochschulreife“ verlassen musste. Sie war zutiefst unglücklich darüber, dass sie so knapp vor der Ziellinie den „Schulmarathon“ abbrechen musste. Die nächsten Jahre verbrachte sie viel Zeit mit ihrer Genesung und – obwohl mittlerweile erwerbsunfähig – ließ sie das Thema Abitur nicht los … aber wo? Frau Übergünne schildert, wie sie nach langer Suche auf ein „ominöese[s] abitur-online“ stieß, mit dem sie „nicht wirklich viel anfangen konnte“. Von dem Bildungsgang Abitur-online war sie schnell begeistert, da es ihr ermöglichte, ihren Tagesablauf an ihre Befindlichkeit anzupassen und ihre Lernphasen um ihre Therapien „drum herum zu bauen“, was im herkömmlichen Schulsystem bereits beim ersten Abi-Anlauf für Schwierigkeiten gesorgt hatte.
Nachdem sie mit dem Westfalen-Kolleg Dortmund endlich eine Schule gefunden hatte, die barrierefrei, also für Rollstuhlfahrer geeignet ist, wollte sie sich schnellstmöglich anmelden. Auf die Begeisterung folgte aber recht schnell Ernüchterung, da sie erfuhr, dass ein Besuch dieses speziellen „abitur-online“ nur mit vorangegangener, mindestens zweijähriger Berufstätigkeit möglich ist – so wurde ihre Aufnahme am Westfalen-Kolleg abgelehnt. Frau Übergünne gab jedoch nicht auf! Viele Telefonate später und mit einigen Nerven weniger, konnte mit vereinten Kräften eine Aufnahme im Ausnahmefall erstritten werden: ihr (zweiter) Weg zum Abitur war frei!
Von nun an verbrachte sie den Freitagabend und Samstagmorgen also in Dortmund und arbeitete für ihren Traum vom Abitur. Dabei, so sagt sie, sei ihr das Modell des selbstständigen Lernens sehr entgegengekommen, „denn es erlaubt, weitestgehend selbst zu entscheiden, wie viel Zeit man mit welchem Thema oder Fach verbringen möchte – ganz anders als im herkömmlichen Schulsystem.“
Mittlerweile blickt sie versöhnlich auf ihren unglücklichen ersten Abitur-Versuch zurück und freut sich stattdessen sehr auf die Zukunft voller neuer Möglichkeiten, die jetzt dank ihres doch noch erreichten Abiturs vor ihr liegt:
Im Oktober wird sie das Studium der Psychologie – welches sie schon lange fasziniert –  beginnen, mit dem Ziel als „Forscherin“ zu untersuchen, „was sich so alles in unseren Gehirnen abspielt“.
„Abitur-online war meine Chance zurück auf den vor Jahren bereits geplanten Weg – der Umweg hat sich gelohnt, denn auch dieses Mal haben mir die Schule und das Lernen Spaß gemacht und diesmal gab's am Ende auch eine Zeugnisverleihung!“ Und nicht nur das, als Jahrgangsbeste mit einem Notendurchschnitt von 1,0 zeigte Frau Übergünne, dass man alles erreichen kann, wenn man nur will!

 

Nichts für schwache Nerven: Abitur-online für beruflich Reisende

zirkusgirlsDisziplin und Selbstständigkeit sind Lara Maatz, Geraldine Philadelphia und Ekaterina (Katja) Sazonova seit ihrer Kindheit vertraut.
Lara Maatz (Bildmitte) stammt aus einer Circusfamilie (Familien- und Projektcircus Proscho ). Sie ist die jüngere Schwester unserer ersten Abiturientin Leslie Maatz, die 2012 am Westfalen-Kolleg im Pilotkurs für beruflich Reisende Abitur gemacht hat. Frau Maatz ist selbst Artistin (Hula Hoop) und arbeitet im Circus als auch als Clown und Sängerin. Sie ist wie ihre Schwester Leslie Absolventin der Schule für Circuskinder im Rheinland. Sie wurden von der Schulleiterin Annette Schwer, von Eva Röthig und Oliver Thier unterrichtet, die sie im Hintergrund auch bei der Arbeit in Abitur-online unterstützt haben.
Geraldine Philadelphia (rechts) stammt aus einer Artistenfamilie, die im Circus Roncalli arbeitet. Sie hat dort eine eigene Nummer (Hula Hoop), arbeitet aber zusätzlich auch als selbstständige Artistin.
Die Arbeit für den international aktiven Circus Roncalli brachte für Geraldine besondere Härten mit sich. Während des sechsmonatigen Österreich Gastspiels in der zweiten Jahreshälfte 2014, musste der Unterrichtstag der beruflich Reisenden von Montag auf Dienstag verschoben werden, damit Geraldine montags einfliegen konnte. Bisweilen bedeutete das für sie Abflug in Wien am Montagvormittag, Ankunft Dortmund gegen 14 Uhr, LK-Klausur bis 18:00 Uhr und am darauf folgenden Tag Unterricht von 10 – 19:30 Uhr.
Katja Sazonova (links) stammt ebenfalls aus einer Artistenfamilie (Hochseilartistik in der 5. Generation). Sie selbst arbeit als selbstständige Artistin an verschiedenen Circussen und Varietés mit (Hula Hoop und Vertikalseil). Seit ihrer Geburt ist sie mit ihren Eltern und dem Circus durch Westasien und Europa gereist. Im Alter von sechs Jahren kam sie nach Deutschland und besuchte zunächst eine Grundschule in Haldensleben in der Nähe von Magdeburg. Ab 2008 war auch sie Schülerin der Schule für Circuskinder, wo sie wie Lara und Geraldine den mittleren Bildungsabschluss erworben hat.
Mit viel Engagement haben alle drei zusammen am Westfalen-Kolleg studiert, um im Bildungsgang abitur-online beruflich Reisende die Allgemeine Hochschulreife zu erlangen. Dies ist ihnen mit Erfolg gelungen, so dass sie jetzt über ein Fernstudium Richtung Eventmanagement nachdenken.

 

Pausieren kommt nicht in Frage

JenniferMichallekJennifer Michalleks „Karriere“ am Westfalen-Kolleg begann, wie bei vielen anderen Studierenden auch: Ein Freund empfahl ihr das Kolleg, sie machte den Einstufungstest und begann – wie die meisten – im ersten Semester. So verlief die Einführungsphase recht unspektakulär, dies änderte sich schlagartig mit Beginn der Qualifikationsphase, als Jennifer Michallek merkte, dass sie schwanger war. Was tun? Babypause oder weiter machen? Nach einer Babypause wäre ja alles anders, neue Lehrer, neue Mitstudierende, vielleicht sogar neue Leistungskurse. Gerade diese Angst vor der Veränderung hielt sie nach eigener Aussage von einer Pause ab, sie „wollte es einfach versuchen“ und sehen, ob sie es schafft. Das hat sie und wie! Am Freitag schreibt sie noch schnell eine Französischklausur, zwei Tage später am 10. November 2013 bringt sie ihren Sohn zur Welt. Nur vier Wochen später ist sie wieder am Kolleg und schreibt die versäumten Klausuren nach. Verschlechtern sich durch die Geburt und die Doppelbelastung die Leistungen im Abitur? Mitnichten, eher scheint der Sohn der Motor zu sein, denn sie erreicht in drei von vier Abiturfächern 15 Punkte! Dabei machen beide einen so fröhlichen und entspannten Eindruck, als sei das ein Spaziergang. Rückblickend sagt Frau Michallek, dass das Weitermachen eine gute Entscheidung gewesen sei, jetzt wolle sie aber doch erst einmal ein halbes Jahr Pause machen, bevor sie dann ein Studium im Bereich „Modemanagement“ aufnehmen wird.

 

Traumnote 1,0 - ein angehender Physiker zeichnet sich aus

JanSteimannAls Jan Steimann an der Gesamtschule seine mittlere Reife mit Qualifikation schaffte, dachte er, dass er mit Schule fertig sei. Seine Meinung dazu: "Schule war einfach zu langweilig!" So fing er eine Ausbildung als Systemelektroniker an und begriff ziemlich schnell, dass ein Arbeitstag ziemlich lang und leider auch nicht immer spannend war. Sein Vater, der 1980 auch am Westfalen-Kolleg sein Abitur nachgeholt hatte, gab ihm den Tipp, sein Glück ebenfalls am Kolleg zu versuchen. Um die Eingangsvoraussetzungen zu erfüllen, hielt Jan Steimann seine Ausbildung bis zum Ende durch, am Tag seines Abschlusses meldete er sich schnurstraks am Kolleg an. Das Abitur erreichte er mit der Traumnote 1,0, dabei wurde er für seine Leistungen in den Fächern Mathematik und Physik noch einmal gesondert gewürdigt. Auf die Nachfrage, wie er eine so konstant hohe Leistung in allen Fächern zeigen konnte, sagte er: "An manchen Fächern hatte ich schon ein geringeres Interesse als an anderen, aber dann dachte ich, besser mitmachen, dann geht die Zeit schneller um." Jan Steimann strebt ein Studium im Fach Physik an. Mit welchem Ziel? "Soweit wie ich komme - Promotion nicht ausgeschlossen!"

 

Vom Vorkurs zum Medizinstudium

Olivia_TeslinDas hätte sich Olivia Teslin nicht zu träumen gewagt, als sie vor Jahren mit ihren Eltern aus Kasachstan nach Deutschland kam und in die vierte Klasse eingeschult wurde. Da waren Ihre schulischen Leistungen noch „sehr schlecht“ und sie ging den Weg, den viele Kinder mit Migrationshintergrund gehen, sie erwarb den Hauptschulabschluss und durch ihre Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel, die sie bei der „Motorradgesellschaft“ in Dortmund absolvierte, den Realschulabschluss. Das alles reichte ihr nicht und sie bewarb sich als „letzte Chance“, wie sie sagt, am Westfalen-Kolleg. Dort wurden Defizite in Deutsch und Englisch festgestellt, so dass sie in den Vorkurs eingestuft wurde. Jetzt war ihr Ehrgeiz erst recht geweckt. Die Zeit im Vorkurs hat was genutzt, sagt sie, wann hätte sie sonst ihre Defizite aufarbeiten können. Und das hat sie gründlich getan, so hat sie z. B. als Kandidatin des Kollegs an der Studierendenakademie ProMINat teilgenommen und ihre Erfahrungen in einem Bericht festgehalten. Ihr Abiturzeugnis weist als Gesamtergebnis eine 1,5 aus, leider habe ihre Vorbereitung auf die Latinumsprüfung, die sie mit 1+ abschloss und für das Medizinstudium braucht, dazu geführt, dass sie in den anderen Fächern etwas abgerutscht sei. Frau Teslin bleibt bescheiden und ist dankbar für die Möglichkeit, die sie durch das Kolleg bekommen hat und dass nun, dem angestrebten Medizinstudium nichts mehr im Wege steht.

 

Mit Power zum Abitur – 48jährige berufstätige Mutter von fünf Kindern holt online ihr Abitur nach!

BirgittHoehn Langeweile ist ein Fremdwort im Leben von Birgitt Höhn. Nach zwölf Jahren Schule absolvierte sie zunächst eine Ausbildung zur Kosmetikerin, in diesem Beruf arbeitete sie über 20 Jahre, davon 15 Jahre als Geschäftsführerin einer großen Kette an der Düsseldorfer Königsallee. Ihr erstes Kind bekam sie mit 22 Jahren, zu diesem Zeitpunkt war sie schon im zweiten Beschäftigungsjahr nach ihrer Ausbildung. Es sollten fünf weitere Kinder (heute zwischen 5 und 26 Jahren alt) folgen, parallel dazu zog sie noch sechs „schwer erziehbare“ Pflegekinder groß. Daneben machte sie sich mit einer eigenen Firma („Tintenstation“) selbstständig, wo sie auch schon mal Drucker repariert. Andere gerieten bei diesen Daten aus der Puste, nicht so Birgitt Höhn, die sich auch noch politisch engagiert. Bei den Grünen ist sie in der zweiten Amtsperiode als 1. Sprecherin des Kreisverbandes Kleve mit 16 Ortsverbänden, ebenso gehört sie der Ratsfraktion in Rees an, bei der Landtagswahl 2012 war sie Listenkandidatin. Trotzdem hat es sie immer gestört, dass sie nicht die allgemeine Hochschulreife hatte, glaubte, dass ihr etwas fehle und sie mehr erreichen könne, wenn sie qualifizierter sei. Also machte sie sich daran, auch dieses Ziel zu erreichen. Nach zwei gescheiterten Anläufen am Abendgymnasium, welches nicht vereinbar mit Familie und Parteileben war, hörte sie von dem Bildungsgang Abitur-online am Westfalen-Kolleg Dortmund. Zwei mal in der Woche saß sie 400 Kilometer im Auto, um von Rees nach Dortmund und zurück zu kommen, um es sich selbst zu beweisen, aber auch, um andere dazu zu ermutigen, diesen Schritt zu gehen. Bigitt Höhn hat es geschafft, sogar mit einer eins vor dem Komma. Das nächste Ziel ist schon anvisiert: ein Studium der Soziologie und Politikwissenschaft.

 

Fritz Eckenga wird Pate des Westfalen-Kollegs

FritzEckengaFür das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ konnten das Westfalen-Kolleg den Dortmunder Kabarettisten, Radiokolumnisten, Autor und ehemaligen Kollegiaten Fritz Eckenga als Paten gewinnen. Ein Beweggrund, so schildert er in einem Interview sei, dass er sich als ehemaliger Studierender des Westfalen-Kollegs der Schule generell verbunden fühle und viele positive Erinnerungen an diese habe. Daneben sei aber auch die Standortfrage zu berücksichtigen. Leben in Dortmund erfordert, laut Eckenga, eine Positionierung und so war es für ihn eine Selbstverständlichkeit dem Kolleg als Pate für Courage und gegen Rassismus zur Verfügung zu stehen.
Fritz Eckenga wurde 1955 in Bochum geboren und machte im Juli 1981 sein Abitur am Westfalen-Kolleg.
Er ist (Gründungs)mitglied des Musik-Theaterensembles N8Schicht, hatte Soloauftritte als Kabarettist in NRW und ganz Deutschland. Daneben hält er als freier Autor bundesweite Lesungen und ist Kolumnist des ARD-Hörfunks. Ausgezeichnet wurde er mit diversen Literaturpreisen und dem Radio-Kabarett-Preis „Salzburger Stier“.
Das Westfalen-Kolleg freut sich, dass mit Fritz Eckenga eine dem Westfalen-Kolleg verbundene Person die Patenschaft übernimmt.

Zeitungsartikel Stadt-Anzeiger: Westfalen-Kolleg ist Schule ohne Rassismus

 

Erfolgsstory mit Kindern

Erfolg mit KindernSabrina Schröder hatte es nicht leicht. Vom Gymnasium auf die Realschule, die FOR mit eher mäßigem Ergebnis, in der Familie läuft auch nicht alles rund. Mit zwanzig wurde sie zum ersten Mal Mutter - alleinerziehende Mutter. Drei Jahre später der Wunsch, dass Abitur am Westfalen-Kolleg nachzuholen. Dort wird sie ins zweite Semester eingestuft, muss aber am Ende doch aufhören, da sie chronisch erkrankt. Dann kommt das zweite Kind, weiterhin alleinerziehend. Als sie merkt, dass ihre Tochter Schwierigkeiten in der Schule hat, lässt sie sie testen, das Ergebnis: die Tochter ist, ebenso wie sie selbst, hochbegabt! Nun will sie es wissen: trotz chronischer Erkrankung und zwei Kindern meldet sie sich im Bildungsgang abitur-online an. Ihre Mutter, obwohl selbst berufstätig, hütet in den Präsenzzeiten die Kinder. Nach ihrer Motivation gefragt, sagt Sabrina Schröder: "Für die Kinder. Ich wollte ihnen zeigen, dass man alles schaffen kann, wenn man es will!" Und das hat sie, Sabrina Schröder erreichte das Abitur mit der Traumnote 1,0!
 

 

Erste Zirkuskinder mit Abitur

Adela Alvarez und Leslie MaatzDisziplin und Selbständigkeit sind Leslie Maatz und Adela Alvarez seit ihrer Kindheit an vertraut. Leslie Maatz ist mit ihrer Familie und deren Circus Proscho stets unterwegs gewesen, durchlief eine klassische Artistenausbildung und hat gleichzeitig die Schule für Circuskinder besucht. Mit viel Engagement hat sie dann zusammen mit Adela Alvarez am Westfalen-Kolleg studiert, um im Bildungsgang abitur-online.nrw die Allgemeine Hochschulreife zu erlangen. Dies ist beiden mit großem Erfolg gelungen und so hat Ministerin Löhrmann am 23.6.2012 den ersten "Zirkuskindern" in Deutschland das Abiturzeugnis überreicht. Abitur-online war für die Artistinnen auch die optimale Vorbereitung auf ein Fernstudium, welches Leslie im Bereich Pädagogik oder Eventmanagement beginnen möchte. Dies bietet ihr auch weiterhin die Möglichkeit, Bildung und beruflichen Erfolg zu vereinbaren. Adela Alvarez stammt aus einer spanischen Artistenfamilie, die hauptsächlich in Deutschland auftritt, aber auch Engagements auf der ganzen Welt wahrnimmt und für den Circus Roncalli arbeitet. Sie möchte zum Wintersemester 2012 ein duales Studium im Bereich Eventmanagement beginnen. Sie ist die erste in ihrer Familie und ihrem Freudeskreis mit Abitur und möchte die Chance nutzen, die ihr durch ihren Abschluss über das Angebot abitur-online.nrw gegeben ist.

Zeitungsartikel WAZ - "Zirkuskinder machen Abi an Dortmunder Schule"

 

Selbstvertrauen gewonnen

Joe JemisiJoe Jemisi kam mit 11 Jahren als Sohn einer politisch verfolgten Familie aus dem Kongo nach Deutschland. Schon als Kind war sein Traum Lehrer zu werden. Er verließ die Realschule erfolgreich mit dem Qualifikationsvermerk. Es folgte eine Lehre zum Lagerlogistiker, die er in der kürzest möglichen Zeit abschloss. Er arbeitete ein Jahr in diesem Beruf, als mehrere Filialen seiner Firma geschlossen und zusammengelegt wurden. Nur die Mitarbeiter mit höherer Qualifikation und höherem Schulabschluss wurden übernommen. Joe beschloss das Abitur am Westfalen-Kolleg nachzuholen. Im Sommersemesters 2011 war dieses Ziel erreicht. Joe sagt, dass besonders die unterschiedlichen Menschen am Westfalen-Kolleg und die Hilfe untereinander ihn geprägt haben. Jetzt, mit bestandenem Abitur, traut er sich das Lehramtsstudium zu.

 

Ein erfolgreicher So(h)list

Maik WeischeMaik Weische war bereits ein erfolgreicher, selbständiger Orthopädieschuhmacher-Meister in Menden als er sich entschied, parallel zum Beruf sein Abitur nachzuholen. Es war für ihn eine große Herausforderung, seinen Kunden, der Familie, den Freunden und sich selbst gerecht zu werden, und dennoch hat er sein Abitur mit sehr guten Noten geschafft.                                                                                    Zeitungsartikel Mendener Nachrichten - "Spätberufener schafft mit 32 Jahren Abitur"

 

Einen Schritt näher am Wunschberuf

Stephanie Wissmann


Realschulabschluss, Ausbildung zur Schaugewerbegestalterin, nach der Ausbildung attraktives Jobangebot. Doch Stephanie Wissmann war mit ihrer Berufswahl nicht mehr glücklich. Sie wollte sich gerne umorientieren, aber es ist gar keine so einfache Entscheidung den festen Arbeitplatz für etwas Neues, Ungewisses aufzugeben. Im Bildungsgang Abitur-online konnte sie weiter ihrem gelernten Beruf nachgehen und sich parallel auf das Abitur vorbereiten. Stephanie Wissmann hat ihre Abiturprüfungen mit sehr gutem Erfolg bestanden. Damit hat sie die Voraussetzung für ein Lehramtsstudium erfüllt und ist ihrem Wunschberuf Lehrerin einen großen Schritt näher gekommen.
 
Zeitungsartikel der RuhrNachrichten - "Einen Schritt näher am Wunschberuf""


In den Hafen eingelaufen


Nach einigen Jahren der Welterkundung, die er als Mitglied der Marine auf hoher See verbrachte, erlangte der gelernte Zimmermann Hans Kisch aus dem rumänischen Siebenbürgen im Jahr 2008 am Westfalen-Kolleg sein Abitur. Seit dem Wintersemster 2008 studiert er an der Ruhr-Universität Bochum Philosophie und Religionswissenschaft.

In einem Radiointerview mit dem WDR gab er Auskunft über seinen Werdegang.


Mutter und Tochter gemeinsam zum Abitur

MutterundTochter


Nadja und Petra Nickel haben ihren Wunsch-Notendurchschnitt (Nadja mit 1,7 und Mutter Petra mit 1,3 als Jahrgangsbeste) geschafft. Beide studieren jetzt in Münster.

Zeitungsartikel der Westfälischen Rundschau "Mutter und Tochter - Eine Klasse für sich"

Radiobericht Radio DO91.2


54-Jährige absolviert ihr Abitur online mit 1,0

Abitur-online mit 54


Abends online Aufgaben bearbeiten und freitagabends sowie samstagmorgens zur Schule gehen. Für viele bedeutet abitur-online.nrw eine Verwirklichung ihres Ziels, um die Fachhochschulreife oder das Abitur zu erlangen, da sie meist aus familiären oder beruflichen Gründen keinen Vormittagsunterricht besuchen können. Die 54-jährige Sylvia Schmidt war im Jahrgang 2007 die älteste Studierende, dabei aber auch die erfolgreichste. Während das Durchschnittsalter in den online-Kursen bei ca. 35 Jahre liegt, sind die Studierenden im Vollzeitsystem deutlich jünger. Sylvia Schmidt sagt: „Der abitur-online-Lehrgang erfordert eine hohe Selbstdisziplin. Wer wie ich keine Möglichkeit besitzt, die Schule vormittags oder abends zu besuchen, für den ist dieses Angebot die einzige Chance, um das Abitur zu erlangen.“