Copyright 2017 - Westfalen-Kolleg Dortmund

Soziales Lernen

Soziales Lernen: Ein Angebot für angehende Sozialpädagogik- und Lehramtsstudent/innen

Heute wird immer mehr darauf geachtet, ob Sozialarbeiter/innen und Lehrer/innen Kenntnisse aus dem Bereich Soziales Lernen nachweisen können und bereits in Praktika zu Beginn des Studiums werden oftmals entsprechende Anforderungen gestellt; die universitäre Vorbereitung auf diese Aufgaben bleibt jedoch häufig mangelhaft. Mit unserem Angebot möchten wir Abhilfe schaffen und Ihnen den Start in Studium und Beruf erleichtern.

Immer mehr Kinder und Jugendliche erhalten von ihren Familien keine sichere Lebensorientierung mehr und erwerben die für ein gelingendes Miteinander notwendigen sozialen und emotionalen Kompetenzen nicht in ausreichendem Maße. Zusätzlich führt Unsicherheit während der Pubertät häufig zu Aggressionen. Hier sind Jugendarbeit und Schule gefragt, im Rahmen von Projekttagen, Fahrten, aber auch im täglichen Unterricht Möglichkeiten zum sozialen Lernen zu bieten.

Ebenso sind Sozialarbeiter/innen und Lehrer/innen mit dem Auftrag konfrontiert, junge Menschen in die Lage zu versetzen, verantwortungsvoll eigene Entscheidungen in Bezug auf legale und illegale Drogen treffen zu können. Auch Alkoholmissbrauch beginnt mit einem gelegentlichen, (vermeintlich) kontrollierten Gebrauch, und strenge Verbote helfen wenig!

Des Weiteren sollen Jugendarbeit und Schule bei einem anderen wesentlichen Schritt zum Erwachsenwerden Hilfe leisten: der kritischen Auseinandersetzung mit Gefühlen, Freundschaft, Mann-Frau-Beziehungen, Sexualität und geschlechtsspezifischen Verhaltensweisen.

Im Rahmen dieses 22-stündigen Workshops sollen praxisorientiert und zum Selbst-Ausprobieren kommunikationsfördernde Übungen und Spiele vorgestellt werden, die Kindern und Jugendlichen helfen, Hemmungen und Unsicherheiten abzubauen, die eigene Person besser einzuschätzen, selbstbewusst zu handeln, Kontakte herzustellen sowie ihren Platz in der Gruppen- oder Klassengemeinschaft einzunehmen und auszufüllen. Genauso werden Sie Aktivitäten zur Suchtprophylaxe und zur Reflexion von Liebe, Partnerschaft und Geschlechterrollen kennen lernen. Übrigens: manch eine/r hat in diesem Workshop bereits ein Aha-Erlebnis in Bezug auf die eigene Person gehabt!

Es wird eine Bescheinigung über die Teilnahme am Workshop ausgestellt, die sich bei der Bewerbung um studienbegleitende Praktika sowie bei Einstellungsverfahren als sehr nützlich erweisen wird. Aber bitte – kommen Sie nicht primär wegen eines Stück Papiers, sondern um ernsthaft etwas zu lernen, das Sie an Ihre Schutzbefohlenen weitergeben können, um diesen ein paar Orientierungshilfen mit auf den Lebensweg zu geben!

Die Leiterin des Workshops ist Lehrerin und hat 9 Jahre lang eine Jugendgruppe betreut.